Im Zentrum der automobilen Diskussion
Die Krise der Automobilindustrie, teilweise selbst verursacht, andererseits von den Zeitläufen ausgelöst, führt zu einer breiten Diskussion von Ursachen und deren Wirkungen. Nachdem die großen Autoländer mit Hilfe der Umweltprämie ein schlechtes Jahre künstlich aufgepäppelt hatten, stehen nun für 2010 keine weiteren Hilfsmaßnahmen am Horizont. Zu diesem Zeitpunkt hatte das 10. CAR-Symposium eine Diskussionsplattform aufgebaut und die Zweitausend Besucher hatten Gelegenheit, sich auszutauschen.
Professor Dr. Ferdinand Dudenhöfer, Director CAR-Center Automotive Research, hat wiederum Rekordniveau erreicht. Rund 90 Partnerunternehmen der Institution Car Symposium zeigen ihre Präsenz und ihre Produkte. Die Deutschen sind unter anderen vertreten mit Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche und VW. Internationale Automobilunternehmen wie Mazda und Renault zeigten Flagge in den zahlreichen Infoshops. Die Grenzen des Wachstums werden diskutiert und Informationen über neue Produkte, Prozesse und Management-Methoden bieten sich an.
Zum zweiten Mal bot die Mannschaft um Ferdinand Dudenhöfer die „Recruiting-Messe“ Car Connects an, die 2000 Studenten nutzten, um sich einen Überblick in der Szene zu schaffen. 80 Auto- und Zubehör-Bauer standen als Gesprächspartner zur Verfügung. Die - O-Ton Dudenhöfer- : "Größte Recruiting-Messe Europas im deutschsprachigen Raum zeigte ihre innovativen Angebote. Prominente Redner kamen zu Wort wie BMW Chef Prof. Joachim Milberg, Prof. Jürgen Hubbert, Mitglied des Daimler Chrysler Vorstands, Dr. Bernd Pischetsrieder von Volkswagen und Dr. Herbert Demel von der Fiat SpA. Auch Nick Reilly, der neue Opelchef, hatte seinen Auftritt genau wie Michael Macht, der neue Porsche Vorstandsvorsitzende.
Professor Dr. Jürgen Brauckmann, Vorstand Mobilität TÜV Rheinland, stellte das ganzheitliche Service-Konzept seines Hauses vor: "Es ist schon ein gewaltiges Pfund, mit dem sich die deutschen TÜV’s (Rheinland, Süd und Nord) wuchern: Die Ergebnisse von sieben Millionen Hauptuntersuchungen (HU) dokumentiert jedes Jahr der "TÜV Auto Report", der ultimative Gebrauchtwagen-Ratgeber, der auf der Statistik der Unternehmen beruht. Automobilhersteller und Zulieferer greifen auf die speziellen Analysen zurück mit dem Ziel, Schwachstellen an den eigenen Fahrzeugen im Sinne der Verkehrsicherheit möglichst direkt oder durch Service-Aktionen zu beheben und die Servicefreundlichkeit zu erhöhen."
Sogar das Autoland Kanada hatte sich in Bochum vorgestellt und auf die guten Bedingungen im Norden Amerikas hinzuweisen. Fertigungsstätten sind günstig zu betreiben und der Trend in diesem Riesenland geht hin zu Komponentenfertigung, Entwicklungs- und Konstruktionskapazitäten. Natürlich fehlte es auch nicht an Beweisen für die wachsende Elektromobilität weltweit. Viele Veranstalter hatte sich dieses Trend-Themas angenommen, wie beispielsweise auch Ferdinand Dudenhöfer, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Direktor des Öko-Globe Institutes der Universität Duisburg-Essen. Zusammen mit Professor Eva Maria John von der FH Gelsenkirchen beschäftigt er sich mit der Grundlagenforschung für alternative Antriebe.
Die Aussage ist nicht zu widerlegen, die von beiden Persönlichkeiten in Bochum vorgetragen wurde: "Nach heutigem Wissensstand der Ingenieurswissenschaften zählt die Elektromobilität zu den entscheidenden Technologien, die beste CO 2 Bilanz und Nachhaltigkeit der Energieform zu kombinieren. Deshalb ist die Grundlagenforschung in Elektromobilität richtig.“
Das ebenfalls im Westen Deutschland situierte Unternehmen Johnson Controls International, hatte seine Verbindungen zur Automobilpresse genutzt und den Verband der Motorjournalisten nach Bochum vermittelt. Der 440 Mitglieder zählende Verband hat im aktuellen Zentrum der automobilen Diskussion eine Vorstandssitzung abgehalten.
hug


